Uferlose Exzesse

Völlig d’accord.
Die Leere der Sattheit mit materiellen Exzessen zu füllen, ist ja klassisch eine Stufe in den Endphasen einer Hochkultur und geht sehr häufig mit Phänomenen der Sinnsuche einher.
Im Rausch ist der Mensch außer sich, was gleichbedeutend ist mit außer der Kontrolle seines normalen kontrollierenden Bewusstseins. Damit ist durchaus die Möglichkeit von neuen Einsichten und Erkenntnissen verbunden, die bereits vorhanden, aber unter rationalem Verschluss gehalten wurden. Als Ekstase bezeichnet O. F. Bollnow die religiösen, heroischen und erotischen Rauschzustände, wobei letztere mit der religiösen Form oft in ursprünglicher Verbindung stehen.
Also freuen wir uns auf die positive Entwicklung des Potentials.

Sydney Polart 🇦🇹

Nicht jene sind fehlgeleitet, die ihrer sexuellen Orientierung welcher Art auch immer nachgehen solange sie im  gegenseitigen Einverständnis erfolgt, sondern jene, die glauben es handle sich bei der in ihren Augen immer mehr uferlosen Entartung um eine neue Entwicklung. Ich muss hoffentlich niemanden daran erinnern, dass  das von jenen recht konservativen Kreisen so geschätzte Fundament des  Abendlandes, die Philosophie der griechischen Antike gefolgt vom Staatswesen des römischen Rechts großteils von Männern entworfen und gelebt wurde, die selbst in aller Öffentlichkeit dem Uferlosen nicht abgeneigt waren und oft vom anderen Ufer waren. Die Prüderie ist erst eine relativ neue Erfindung der späten Neuzeit, die eventuell eine pervertierte Form der Stoa ist.
Ich für meinen Teil kann nur sagen: There are many ways to have accesses to excesses.

Dr. Dr. Immanuel Fruhmann

alias I.G. Fruhmann

Y 8:8; Y 7:14

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